Übersicht der bekanntesten Merktechniken 

Es gibt nicht nur unterschiedliche Techniken, um Lernstoff zu be- und erarbeiten, sondern auch, um die Inhalte zu lernen und sich diese dauerhaft einzuprägen. Dies liegt daran, dass das menschliche Gehirn ähnlich wie ein Muskel trainiert werden kann.

Einige dieser Lern- und Merktechniken sind schon seit der Antike bekannt. Auf den ersten Blick scheinen die Techniken allerdings oft kompliziert und teils sogar unlogisch, da sich der Lernende meist nicht nur die eigentlichen Inhalte, sondern zudem noch zusätzliche Inhalte merken muss.

 

 

Aber dem Gehirn fällt das Lernen und Einprägen leichter, wenn es mit Tricks und Hilfestellungen arbeiten kann, als wenn versucht wird, einfach nur Begriffe auswendig zu lernen.

 

 

Hier nun drei der bekanntesten Merktechniken in der Übersicht: 

 

Assoziative Verbindungen

       

Das Ziel dieser Technik liegt darin, sich mehrere Begriffe einzuprägen, die in einer Liste aufgeführt sind. Dabei kann es sich sowohl um Schlüsselworte zu einem bestimmten Thema als auch um beispielsweise eine Einkaufliste handeln.

Das Prinzip der Technik besteht darin, jeweils die zwei Begriffe, die aufeinander folgen, mithilfe eines Bildes miteinander zu verknüpfen. Das bedeutet, im ersten Schritt wird für jedes Wort ein passendes Bild gefunden und im zweiten Schritt wird das Bild des ersten Wortes dann mit dem Bild des darauffolgenden Wortes verbunden.

 

        Beispiel:

Es soll folgende Liste auswendig gelernt werden: Bleistift – Mann – Dreieck. Mit der Merktechnik der assoziativen Verbindungen geht es zunächst darum, die Worte Bleistift und Mann miteinander zu verknüpfen.

Ein mögliches Bild wäre beispielsweise ein Bleistift, der aus der Hemdtasche eines Mannes herausschaut. Da dieser Mann einen Bart hat, sieht sein Gesicht aus wie ein Dreieck. 

 

Geschichtentechnik

       

Das Prinzip der Geschichtentechnik besteht darin, sich Begriffe einzuprägen, indem diese in eine fortlaufende Geschichte eingebaut werden. Um die Begriffe dann später abzurufen, wird die Geschichte gedanklich nacherzählt.

 

        Beispiel:

Um sich die Worte Bleistift – Mann – Dreieck einzuprägen, könnte die Geschichte wie folgt lauten. Ein Bleistift fällt auf den Boden.

Ein Mann hebt ihn auf, nimmt den Bleistift mit und während der Mann an seinem Schreibtisch sitzt, malt er ein Dreieck.   

 

Die Technik der Orte

       

Diese Merktechnik, die auch als Locitechnik bezeichnet wird, gilt als die älteste Merktechnik und wurde schon von den Griechen und Römern angewandt. Das Prinzip der Locitechnik besteht darin, einen Weg mit bekannten Orten und markanten Stellen auszuwählen.

Die Begriffe, die gelernt werden sollen, werden dann mithilfe eines Bildes mit dem jeweiligen Ort verknüpft. Um die Begriffe abzurufen, wird der ausgewählte Weg in Gedanken durchgespielt. Diese Merktechnik ähnelt prinzipiell den assoziativen Verbindungen und der Geschichtentechnik.

Allerdings bietet die Technik der Orte den Vorteil, dass die Begriffe mit bekannten Orten verknüpft werden. Dadurch können sie auch dann abgerufen werden, wenn nur ein bestimmter Ort abgerufen wird. Bei den beiden anderen Techniken hingegen bricht die Kette ab, wenn ein Wort vergessen wird.

 

        Beispiel:

Es geht wieder um die Worte Bleistift – Mann – Dreieck. Als Weg wird der Schulweg ausgewählt und um sich die Worte einzuprägen, werden immer ein Wort und ein Ort miteinander verknüpft.

Auf dem Weg zur Schule geht es durch einen Park, an dessen Eingang ein hoher, schlanker Baum steht, der wie ein Bleistift aussieht. Im Park gibt es eine Bank und dort sitzt ein alter Mann. Am Ausgang des Parks steht ein Schild, das auf eine Ampel hinweist.

Dieses Schild hat die Form eines Dreiecks.

 

Weiterführende Lernmethoden und Lernprogramme:

 

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