Die Lernprogramme für Arbeitslose sind doppelt so teuer 

Lernprogramme der verschiedensten Art, sind sicher nicht nur für die „Karrieristen“ interessant. Denn oft sind besonders gering Qualifizierte Menschen darauf angewiesen, sich weiter zu bilden, um überhaupt eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

Laut den Arbeitsagenturen wird hier sehr viel geboten, was jedoch sehr zu bezweifeln ist. Beispiele dafür können aus den verschiedensten Teilen des Landes und zahllos geliefert werden. So bekam im Verlauf der vergangenen zwei Jahre ein junger Braunschweiger grundsätzlich nur Arbeitsangebote, die einen Führerschein und einen eigenen PKW voraussetzten, obwohl der Arbeitsagentur durchaus bekannt war, dass keines von beidem vorhanden war.

 

Aber auch eine ehemalige Filialleiterin aus Münsterappel, die mit einem deutschen Abitur und akzentfreiem Deutsch, ihren Arbeitsplatz verlor geriet im vergangenen Jahr in die Mühlen der Arbeitsagentur. So wurde sie gedrängt an einem Deutschkurs Lernprogramm teilzunehmen, der auf Schüler ausgerichtet war, die auf Grund eines Migrationshintergrundes Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hatten und diese kaum beherrschten. Als Begründung zu dieser Aufforderung wurde unter Anderem der polnisch klingende Mädchenname der Frau angegeben. Die Wachsenden technischen und organisatorischen Möglichkeiten unserer Zeit geben sehr vielfältige und oft auch preiswerte Gelegenheiten, auch für Arbeitslose, sich über Lernprogramme weiter zu bilden.

 

Was von den Behörden jedoch nur herzlich wenig berücksichtigt wird. Oft wird von diesen amtlichen Stellen beklagt, dass die Kosten für die Arbeitssuchenden in das „endlose“ steigen. Sieht man jedoch genauer hin, kann es oft sein, dass Lernprogramme von der Behörde anerkannt werden, obwohl sie oft doppelt so teuer oder sogar noch teurer sind, als gleichwertige Alternativen. Sicher wird man nie erwarten können, dass die Logik in einer Behörde allen „logischen“ und „sozialen“ Gesichtspunkten folgen kann.

Es gibt jedoch Behörden, die so weit von beidem entfernt sind, dass man sich nur noch darüber ärgern kann, dass diesen Behörden gestattet wird Gelder an Unternehmen zu verteilen, die letztendlich zu keiner Besserung für die betroffenen Arbeitssuchenden beitragen können oder wollen. 

 

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Thema: Lernprogramme Arbeitslose

2 Responses to “Lernprogramme für Arbeitslose doppelt so teuer”

  1. Frida Says:

    Ich denke, dass das Problem hier einfach darin liegt, dass die Arbbeitsagenturen erstmal ihr Standardprogramm abspulen. Hat jemand schon eine Ausbildung und Berufserfahrung muss er zum Bewerbungstraining, weil die Agentur so sagen kann, dass sie sich ja bemüht hat und eine Weiterbildung nur zu einer Überqualifizierung und somit noch schwerer Vermittelbarkeit geführt hätte. Andererseits sind Führerschein und Auto heute Grundvoraussetzungen!

  2. Timmy Says:

    Hallo, also ich bin 25 und seit 7 Monaten arbeitslos und was mir die Agenturen für unsinnige Weiterbildungsmaßnahmen aufdrücken, hilft meiner Karierre auch nicht weiter. Was bitte schön, soll ein Bauklempner mit nem Standard EDV-Kurs??? Vor allem wo die Grundfunktionen eines Computers erklärt werden? Armes Deutschland!

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