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Infos und Tipps zu Sprachreisen

 

Gerade für Schüler ist eine Sprachreise eine tolle Alternative zum sonst üblichen Urlaub mit den Eltern. Der Schüler kann nämlich ein neues Land kennenlernen, Kontakte zu Leuten in seinem Alter knüpfen, vielleicht sogar echte Freundschaften schließen und ganz nebenbei auch noch seine Fremdsprachenkenntnisse aufbessern.

Gleichzeitig dauert eine Sprachreise meist nur wenige Wochen und findet üblicherweise in den Ferien statt. Der Schüler muss somit zu Hause keinen Schulstoff nachholen und auch das Heimweh sollte sich in Grenzen halten. Nun ist die Auswahl an Veranstaltern und Sprachreiseangeboten aber sehr groß.

Dadurch ist es manchmal gar nicht so leicht, den Überblick zu bewahren und sich zurechtzufinden. Damit der Urlaub mit Lerneffekt zum Erfolg wird und die Erwartungen erfüllt, hier ein paar Infos und Tipps zu Sprachreisen:

 

Die Suche nach einem Anbieter und einem passenden Angebot

Sprachreisen in den Ferien sind sehr beliebt und so ist es wenig verwunderlich, dass es mittlerweile eine Vielzahl von Anbietern gibt. Sie wiederum haben verschiedene Sprachreisen im Programm, die sich im Hinblick auf die Leistungen, die Organisation, die Dauer und natürlich auch die Ziele unterscheiden.

Die beliebtesten Ziele sind übrigens Großbritannien und Malta, wenn Englisch gelernt werden soll. Bei den Französischlernern steht Frankreich an erster Stelle. Wer eine Sprachreise machen möchte, sollte sich zunächst einmal verschiedene Angebote einholen. Die meisten Anbieter beschreiben ihre Programme im Internet, schicken auf Wunsch aber auch Prospekte oder Reisekataloge zu. Manchmal sind die Kataloge auch im Reisebüro vor Ort erhältlich.

Generell ist es ratsam, sich tatsächlich die Prospekte und Kataloge zu besorgen, denn so lassen sich die Angebote einfach besser und bequemer miteinander vergleichen. Bei dem Vergleich sollte dann aber nicht nur auf die Preise, sondern hauptsächlich auf die eingeschlossenen Leistungen geachtet werden. Ist bei dem Aufenthalt der Besuch einer allgemeinen Schule oder einer Sprachschule vorgesehen, sollte ihr Name im Angebot genannt sein.

So kann sich der Schüler vorab schon ein Bild davon machen, was auf ihn zukommt. Ist sich der Schüler nicht sicher, welche Sprachereise zu ihm passt, oder hat er Fragen zu einem Angebot, sollte er sich an den Veranstalter wenden. Ein seriöser Reiseveranstalter wird sich die Zeit für eine ausführliche Beratung nehmen und die Fragen beantworten. Der Schüler sollte außerdem darauf achten, ob es sich bei dem Anbieter um einen Veranstalter oder einen Vermittler von Sprachreisen handelt. Ein Sprachreiseveranstalter ist ein richtiger Reiseveranstalter, der für die Sprachreise haftet. Gleichzeitig gilt für die Sprachreise dann auch das deutsche Reiserecht, wenn bei einem deutschen Veranstalter gebucht wird. Im Unterschied dazu vermittelt ein Sprachreisevermittler die Sprachereise nur.

Er ist also eine Art Bindeglied und unterstützt den Schüler dabei, den Vertrag mit einem ausländischen Vertragspartner abzuschließen. Dieser Vertragspartner ist meist eine Schule, kann aber auch ein Veranstalter vor Ort sein. Deshalb gilt üblicherweise auch nicht das deutsche Reiserecht, sondern das Reiserecht des Ziellandes. Ob der Vermittler für die Sprachereise haftet, steht in seinen AGB.

 

Die wichtigsten Punkte bei einem Angebot für eine Sprachreise

Es gibt ein paar entscheidende Kriterien, die es dem Schüler ermöglichen, ein Angebot zu beurteilen und mehrere Sprachreisen miteinander zu vergleichen.

 

So sollte er insbesondere auf folgende Punkte achten:

·         Die Reise selbst:

Mit welchen Transportmitteln ist der Schüler unterwegs? Sind alle Transfers im Preis inbegriffen? Gibt es Begleitung während der Fahrt, reist der Schüler zusammen mit anderen Teilnehmern oder ist er auf sich alleine gestellt?

·         Die Gruppe:

Aus wie vielen Teilnehmern besteht die Reisegruppe? Setzt sich die Gruppe aus Schülern im gleichen Alter zusammen oder gibt es große Altersunterschiede? Kommen die Schüler alle aus Deutschland oder ist die Gruppe international?

·         Der Unterricht:

Wo findet der Sprachunterricht statt? Wie viele Unterrichtsstunden sind geplant? Wird der Schüler von qualifizierten Lehrkräften unterrichtet? Kann der Schüler auch Einzelstunden in Anspruch nehmen, wenn er in der Gruppe nicht mitkommt? Wird vor Beginn des Sprachkurses ein Einstufungstest durchgeführt? Erhält der Schüler am Ende ein Zertifikat oder eine Bescheinigung?

·         Die Betreuung:

Hat der Schüler vor Ort einen Ansprechpartner, an den er sich wenden kann? Spricht der Ansprechpartner deutsch? Wie viele Schüler betreut ein Ansprechpartner?

·         Die Unterbringung:

Wohnt der Schüler bei einer Gastfamilie oder in einem Internat? Hat er ein eigenes Zimmer? Kann der Schüler die Unterkunft wechseln, wenn er sich dort überhaupt nicht wohlfühlt? Wie weit ist die Unterkunft von der Schule entfernt?

·         Die Freizeitangebote:

Welche Freizeitaktivitäten werden angeboten? Sind die Kosten für die Ausflüge und Aktivitäten im Preis enthalten? Fallen vor Ort noch Kosten beispielsweise für Eintrittsgelder an? Muss der Schüler an allen Ausflügen teilnehmen oder kann er auch auf eigene Faust losziehen?

Nicht zuletzt spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Je nach Anbieter, Leistungen und auch Zielort kann es hier erhebliche Unterschiede geben. So ist ein Sprachurlaub in London oder Paris deutlich teurer als eine Sprachreise in eine Kleinstadt.

Genauso kostet ein Intensivkurs oder ein Programm, das auf eine Prüfung vorbereitet, mehr als ein Standardkurs. Generell gilt, dass der Schüler mindestens 1.000 Euro einkalkulieren sollte, wenn er eine zweiwöchige Sprachreise machen möchte. Je nach Region und Unterrichtsprogramm kann es aber auch um ein Vielfaches teurer werden.

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