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Stichwort Schulbeginn: 3 Tipps zu Frühstück und Pausenbrot

 

“Die wichtigste Mahlzeit des Tages ist das Frühstück.” So oder so ähnlich hat es sicher jeder schon einmal gehört. Und Studien haben gezeigt, dass das Frühstück die Leistungsfähigkeit steigert, die Energie aufrechterhält und einem vorzeitigen Ermüden entgegenwirkt.

Kinder und Jugendliche, die regelmäßig frühstücken, sind fitter und können besser lernen als Kids, die das Frühstück ausfallen lassen. Aber warum ist das eigentlich so? Und was gehört auf in den Frühstückstisch und in die Pausenbrotbox?:

 

Das Frühstück sorgt für einen guten Start in den Tag.

Im Schlaf werden die Erlebnisse und Eindrücke des Tages verarbeitet. Der Körper erholt sich, kommt zur Ruhe und sammelt neue Kräfte für den kommenden Tag. Da nachts aber nichts gegessen und somit keine neue Energie geliefert wird, greift der Körper auf die vorhandenen Energiereserven zurück und braucht diese auf.

Um mit Schwung und Power in den neuen Tag starten zu können, müssen die Energiereserven deshalb erst wieder aufgefüllt werden. Dies erfolgt durch das Frühstück. Wird hingegen auf das Frühstück verzichtet, verlängert sich die Zeit, in der keine Nahrung aufgenommen wird und damit auch keine frische Energie zur Verfügung steht.

Gerade bei Kindern ist das problematisch, denn sie sind dauernd aktiv und brauchen dementsprechend viel Energie, um herumzutoben, zu spielen und zu lernen. Deshalb stellt das Frühstück tatsächlich die Weichen für einen kraftvollen Start in den neuen Tag. Im Prinzip ist es wie mit dem Auto: Auch ein Auto fährt nicht, wenn der Tank leer ist. 

 

Das Gehirn braucht Glukose.

Der Anteil des Gehirns am gesamten Körpergewicht beträgt gerade einmal rund zwei Prozent. Dafür verbraucht das Gehirn aber etwa ein Fünftel der Energie, die dem Körper insgesamt zur Verfügung steht. Im Unterschied zum restlichen Körper ist das Gehirn dabei unbedingt auf Kohlenhydrate angewiesen.

Konkret braucht es Kohlenhydrate in Form von Glukose für den Gehirnstoffwechsel. Bei Kindern dauert es länger, bis die Energiereserven aufgeladen und abrufbar sind. In der Leber ist zwar Glukose als Glykogen gespeichert.

Um ein Energiedefizit auszugleichen, kann der kindliche Körper das Glykogen aber nur für einen sehr kurzen Zeitraum verwerten. Wichtig ist deshalb, dass zum Frühstück Kohlehydratlieferanten gegessen werden. Dies können beispielsweise Brot, Müsli, Obst oder Milchprodukte sein.

 

Stichwort Schulbeginn: 3 Tipps zu Frühstück und Pausenbrot

Natürlich bleibt es immer auch dem eigenen Geschmack überlassen, ob, was und wie viel morgens gegessen wird. Zudem gibt es kein Patentrezept, das dafür sorgt, dass jeder gleichgut in einen neuen Tag startet. Vielleicht können aber die folgenden drei Tipps ein wenig dabei helfen, die Kids vom Frühstücken zu überzeugen.

 

Tipp 1: Nicht mit komplett leerem Magen aus dem Haus gehen.

Untersuchungen haben ergeben, dass immer mehr Schulkinder ohne Frühstück aus dem Haus gehen. Dabei wächst die Zahl der Frühstücksmuffel zusammen mit dem Alter.

Viele Kinder und Jugendliche haben direkt nach dem Aufstehen einfach noch keinen Appetit. Andere Schüler möchten lieber ein paar Minuten länger im Bett bleiben und holen den morgendlichen Snack dann irgendwann im Laufe des Tages nach.

Natürlich macht es keinen Sinn, ein Kind dazu zu zwingen, noch vor der Schule ausgiebig zu frühstücken. Und es muss auch gar nicht immer ein üppiges Frühstück sein. Aber wenigstens eine Kleinigkeit sollten die Kids zu sich nehmen, bevor sie das Haus verlassen. Dies können beispielsweise ein kleines belegtes Brot, ein Joghurt, ein Stück Obst oder zumindest eine Tasse Kakao sein.

 

Tipp 2: Das zweite Frühstück in der Schule ist genauso wichtig wie das erste.

Spätestens in der großen Pause in der Schule wird es Zeit für das zweite Frühstück. Dabei sollte der Pausensnack in eine ähnliche Richtung gehen wie das eigentliche Frühstück. Auch hier sollten es also vor allem Lebensmittel sein, die Kohlenhydrate liefern.

Die Kombination aus einem Vollkornbrot, etwas Obst oder Gemüse und einem Milchprodukt ist ideal. Was die Menge angeht, so sollte sie sich am ersten Frühstück orientieren. Hat das Schulkind zu Hause schon ordentlich gefrühstückt, reicht in der Pause ein kleiner Snack aus. Hat das Schulkind am Morgen nur eine Kleinigkeit oder gar nichts gegessen, darf das Pausenbrot ruhig reichhaltiger ausfallen.

Ideal ist es, wenn das Schulkind sein Pausenbrot von daheim mitbringt. So können die Eltern Einfluss darauf nehmen, was ihr Kind im Laufe des Tages isst. Allerdings bringt es nichts, wenn die Eltern alles richtig machen wollen und die Box mit lauter gesunden Sachen füllen, das Kind aber etwas ganz anderes essen möchte. Wichtig ist deshalb, sich abzusprechen und für Abwechslung in der Pausenbrotbox zu sorgen.

Zudem ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn sich das Kind ab und an seinen Pausensnack am Schulkiosk oder beim Bäcker um die Ecke selbst kaufen darf.

 

Tipp 3: Gemeinsame Mahlzeiten so oft wie möglich.

Für die Gesundheit ist nicht nur entscheidend, was gegessen wird, sondern auch wie die Mahlzeiten eingenommen werden. Unter der Woche bleibt oft keine Zeit, um gemeinsam mit der ganzen Familie an einem schön gedeckten Tisch zu frühstücken.

Meist ist das gemeinsame Frühstück auch allein schon aus organisatorischen Gründen unmöglich. An den Wochenenden sollte ein gemütliches Familienfrühstück aber auf dem Programm stehen. Zum einen bietet die gemeinsame Mahlzeit eine ideale Gelegenheit, um auf die Woche zurückzublicken und sich auszutauschen. Dies fördert den Zusammenhalt und die sogenannte psychosoziale Gesundheit. Zum anderen gewöhnen sich die Kids an das Frühstücken als solches.

Das Frühstück lässt sich so leichter in die alltäglichen Abläufe integrieren, auch weil die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und ebenfalls frühstücken. Generell sollte aber auch unter der Woche so oft wie möglich gemeinsam gegessen werden. Klappt das mittags nicht, spricht nichts dagegen, das Mittagsessen durch ein gemeinsames Abendessen zu ersetzen.

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