Übersicht Arten von Lernprogrammen

Übersicht Arten von Lernprogrammen 

Lernprogramme bieten den entscheidenden Vorteil, dass Wissen unabhängig von Ort und Zeit und individuell auf das Tempo des Lernenden abgestimmt erworben werden kann.

Dabei werden unterschiedliche Arten von Lernprogrammen angeboten, die sich grob in vier Gruppen einteilen lassen.

1.       Multimediale Lernprogramme in Form von Kursen.

Diese Lernprogramme beziehen sich in aller Regel auf ein bestimmtes Wissensgebiet und vermitteln Wissen durch Instrumente wie Text, Bilder, Videos oder Musiksequenzen. Neben den eigentlichen Informationen enthalten diese Lernprogramme Erklärungen sowie Übungen und gezielte Abfragetests, die den Kenntnisstand des bislang vermittelten Wissens überprüfen.

In den meisten Fällen sehen die Lernprogramme dabei eine bestimmte Reihenfolge vor, allerdings ist es im Regelfall möglich, einzelne Kapital zu überspringen und die Kapitel generell beliebig oft zu wiederholen.

 

2.       Übungsprogramme.

Hierbei geht es meist um das Üben eines begrenzten Lernstoffes mithilfe von Aufgaben, Abfragen in Form von Multiple-Choice-Fragen oder Spielen. In den meisten Fällen werden die Übungsergebnisse jedoch nicht nur ausgewertet, sondern Korrekturen, Erläuterungen und weitere Informationen dargestellt. Übungsprogramme gliedern sich in zwei Gruppen, zum einen in die sogenannten Drill-and-Practice- Programme und zum anderen in Lernspiele.

Bei Drill-and-Practice- Programmen, die als adaptive Programme an das bisherige Wissen angepasst werden können und Lernfortschritte aufzeichnen, geht es darum, sich Wissen schnell und effektiv einzuprägen. Der Aufbau dieser Programme folgt dem Schema Frage, Eingabe der Antwort, Rückantwort, nächste Frage, ein Beispiel für solche Lernprogramme sind Vokabeltrainer. Lernspiele vermitteln das Wissen durch spielerische Elemente. So spielt der Lernende ein Spiel, an dessen Ziel er jedoch nur gelangt, wenn er im Verlauf Abenteuer in Form von Fragen und Aufgaben löst.   

 

3.       Informationsprogramme.

Bei diesen Programmen wird Wissen durch Sammlungen von beispielsweise Texten, Tabellen, Grafiken oder Videos vermittelt, vergleichbar mit einem klassischen Buch oder Lexikon.

In den meisten Fällen folgen diese Programme jedoch keinem Aufbau in Form von Kapiteln, die der Lernende in bestimmter Reihenfolge durcharbeitet und meist erfolgt auch keine Abfrage des Wissens.

 

4.       Simulationsprogramme.

Diese Programme können als reine Lernprogramme oder als Spiele aufgebaut sein. Das Ziel dieser Lernprogramme liegt darin, nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern auch einen direkten Bezug zur Praxis herzustellen.

Der überwiegende Teil von Simulationsprogrammen wird für die Bereiche Wirtschaft, Medizin und Naturwissenschaften sowie im Zusammenhang mit Technik, beispielsweise als Flug- oder Fahrsimulation, angeboten.

 

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