Vorteile von tutoriellen Lernprogrammen

Vorteile von tutoriellen Lernprogrammen 

 

Die Funktion eines tutoriellen Lernprogramms besteht darin, einen bislang unbekannten Lehrstoff mithilfe von Texten und Bildern zu vermitteln, wobei sie sich im Regelfall nur auf ein Thema beschränken.

Die Lehrinhalte werden vermittelt und anschließend durch zielgerichtete Fragen, Übungen oder Tests abgefragt. Dabei basieren tutorielle Lernprogramme auf den Lernmaschinen des amerikanischen Psychologen B. Skinner und dem von ihm geprägten Prinzip des operanten Konditionierens.

 

Dieses Prinzip setzt sich im Wesentlichen aus vier Schritten zusammen. Der erste Schritt besteht darin, dass der Schüler Informationen über ein bestimmtes Thema erhält und ihm im zweiten Schritt eine Frage dazu gestellt wird.

Der dritte Schritt besteht in der Antwort des Schülers, wobei diese Antwort nicht in Form von Multiple-Choice-Fragen erfolgt, sondern frei formuliert wird. Abschließend erfolgt die Antwort des Programms, das unmittelbar angibt, ob und in welchem Umfang die Frage richtig oder falsch beantwortet wurde. Ergibt sich durch die Auswertung, dass der Schüler die Inhalte nicht oder nicht in ausreichendem Maße umsetzen kann, wird der entsprechende Inhalt erneut wiederholt oder der Schüler kann sich weitere Informationen dazu anzeigen lassen. Wie gut und effektiv ein tutorielles Lernprogramm ist, hängt von mehreren Faktoren ab.

Zum einen sollte es im Zweifel eher einfach aufgebaut sein, so dass die Inhalte nachvollziehbar dargestellt werden und der Schüler das Programm bedienen kann. Zudem ist wichtig, dass Texte, Bilder und weitere Informationsquellen in vernünftigem Verhältnis zueinander stehen. Zum anderen ergibt sich die Qualität aus der Art der Programmierung.

Antwortmöglichkeiten, die in diesem Rahmen nicht berücksichtigt wurden, werden vom Programm nicht verstanden und in der Folge als falsche Antwort gewertet, obwohl sie möglicherweise richtig gewesen wären. Insofern ist es wichtig, dass der Schüler die Möglichkeit hat, weitere Hilfestellungen und Erklärungen einzusehen, um die Lösung der Fragen erarbeiten zu können.

 

Im Vergleich zu anderen Lernprogrammen, beispielsweise solchen, die als Lernspielprogramme konzipiert sind, haben tutorielle Lernprogramme zwei wesentliche Vorteile:

1.      

Der Schüler muss zwar keinerlei Kenntnisse hinsichtlich des Lernstoffes haben, muss jedoch grundsätzlich in der Lage sein, Texte zu lesen und zu verstehen sowie Antworten zu schreiben.

Im Gegensatz dazu wird bei Lernspielprogrammen sehr häufig weitaus weniger auf Wert auf die Ausdrucksfähigkeit gelegt, da sehr häufig mit Auswahlfragen gearbeitet wird.

2.      

Tutorielle Lernprogramme arbeiten nicht mit Zeitvorgaben, das bedeutet, der Schüler bestimmt sein Lerntempo selbst. Dies bezieht sich sowohl auf den Zeitrahmen, der für das Beantworten der Fragen zur Verfügung steht als auch auf die Bearbeitungszeit für eine Lektion oder ein Kapitel. Zudem hat der Schüler die Möglichkeit, Lerninhalte jederzeit zu wiederholen.

Moderne Lernprogramme verfügen darüber hinaus über die Funktion, dass dem Schüler erst dann neue Inhalte gezeigt oder schwerere Fragen gestellt werden, wenn er den bisherigen Stoff sicher beherrscht.

 

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