Sich zum Lernen motivieren – Infos und Tipps

Sich zum Lernen motivieren – Infos und Tipps

Um sich Wissen anzueignen und dauerhaft zu verankern, führt am Lernen kein Weg vorbei. Lernstoff durchzuarbeiten, zu üben und zu wiederholen, sollte dabei am besten eine Konstante im Alltag sein und nicht nur unmittelbar vor Klassenarbeiten oder Prüfungen stattfinden. Denn wer sich erst kurz vor einer Arbeit oder Prüfung über die Bücher setzt, muss sich recht schnell viel Wissen einprägen.

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Das ist nicht nur anstrengend und verursacht unnötigen Druck, sondern birgt auch die Gefahr, dass der Schüler in erster Linie auswendig lernt. Doch wenn der Stoff dann nicht wiederholt wird, ist er bald wieder vergessen.

Nun ist es aber oft gar nicht zu einfach, sich zum Lernen zu motivieren. Schließlich gibt es 1.000 Dinge, die dem Schüler vermutlich mehr Spaß machen würden, als über Lerninhalten zu grübeln. Wie also kann es gelingen, sich aufzuraffen?

Wir geben Infos und Tipps!:

Motivation hinterfragen

Fehlt dem Schüler die Motivation zum Lernen, sollte er sich überlegen, was ihn motiviert. Sind es zum Beispiel gute Noten, das Lob einer anderen Person, kleine Belohnungen oder das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben? Wenn der Schüler für sich weiß, was ihn anspornt, kann er seine Lerneinheiten danach ausrichten.

Motivieren den Schüler Belohnungen, kann er sich auch einfach selbst belohnen. Dazu kann er sich beispielsweise einen freien Tag gönnen, lecker essen gehen, sich einen Film anschauen oder sich eine Kleinigkeit kaufen, wenn er eine Lernetappe erfolgreich abgeschlossen hat.

Wichtig ist nur, dass er sich an das hält, was er vorgenommen und sich selbst versprochen hat. Sonst bleibt der gewünschte Motivationseffekt aus.

Ziele festlegen

Für die Motivation ist am wichtigsten, konkrete Ziele vor Augen zu haben. Denn es fällt schwer, auf etwas hinzuarbeiten, wenn der Schüler gar nicht genau benennen kann, worauf er überhaupt hinarbeitet.

Bei den Zielen ist aber wichtig, nicht nur ein großes Ziel, sondern auch kleine Zwischenziele zu definieren.

Bereitet sich der Schüler zum Beispiel auf eine Prüfung vor, besteht das große, übergeordnete Hauptziel natürlich darin, die Prüfung gut zu bestehen. Ein Zwischenziel wiederum kann sein, die mathematischen Formeln oder die Regeln zur Kommasetzung bis zum Ende der Woche aufzufrischen.

Zwischenziele teilen große Lernaufgaben in kleinere Häppchen auf. Je genauer der Schüler die einzelnen Ziele definiert, desto besser kann er sie erreichen. Und jedes erreichte Zwischenziel ist ein Lernerfolg, der dazu beiträgt, dass die Motivation erhalten bleibt und wächst.

Lernplan aufstellen

Bevor der Schüler mit dem Lernen beginnt, sollte er sich einen Lernplan aufstellen. Auf diese Weise verschafft er sich einen Überblick darüber, was er überhaupt lernen muss. Danach kann er den Lernstoff sinnvoll aufteilen.

Außerdem sieht er, bis wann er was fertig haben sollte. So kann er später nachvollziehen, ob er noch im Plan ist und was er schon geschafft hat.

Für eine grobe Übersicht reicht ein Monatsplan mit Wocheneinteilung aus. Beim Lernen sollte der Schüler dann den jeweiligen Tag einzeln planen. So kann er zum Beispiel mit einer Wiederholung vom Lernstoff des Vortags beginnen und daran eine Lerneinheit in einem Fach und nach einer Pause eine Lerneinheit in einem anderen Fach anschließen.

Das vermeidet, dass sich der Schüler immer nur mit einem Thema befasst. So beugt er vor, dass ihm ein Thema langweilig wird oder er es irgendwann nicht mehr hören kann. Außerdem ist das Lernen effektiver, wenn sich die Inhalte abwechseln und zwischendurch setzen können.

Oft kann ein gewisser Termindruck die Motivation steigern. Zu viel Stress und Leistungsdruck ist zwar kontraproduktiv. Aber Fristen für die Zwischenziele sind ein probates Mittel, um am Ball zu bleiben.

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Rechtzeitig anfangen

Wann der Schüler mit dem Lernen beginnen sollte, hängt natürlich immer davon ab, wie umfangreich die Inhalte sind und wie viel davon er schon kann. Generell gilt aber, dass er möglichst frühzeitig starten sollte, um nicht in Zeitnot zu geraten.

Außerdem sorgt eine großzügige Planung dafür, dass der Schüler den Lernstoff auf kleinere Einheiten aufteilen kann. So muss er an den Lerntagen weniger Zeit aufbringen und hat mehr Freizeit.

Wichtig ist auch, dass der Schüler genügend Puffer hat. Denn es kann passieren, dass er an einem Tag sein Pensum nicht schafft oder Inhalte doch öfter wiederholen muss als gedacht. Dafür kann er dann die Puffer nutzen, ohne dass alles andere durcheinandergerät.

Keine Ausreden

Natürlich kann immer etwas Unerwartetes dazwischenkommen. Doch wenn der Schüler feststellt, dass er die Bücher den ganzen Tag über ignoriert hat, sollte er sich schon am Vorabend die Lernmaterialien für den Folgetag auf dem Schreibtisch zurechtlegen. Auf diese Weise erinnert er sich selbst daran, dass er etwas tun muss.

Ratsam ist außerdem, die Lerneinheiten so zu planen, dass sie dem eigenen Rhythmus gerecht werden. Kann sich der Schüler zum Beispiel abends am besten konzentrieren, bringt es wenig, wenn er sich nachmittags zum Lernen zwingt.

Denn das Lernen geht dann nur langsam voran und die Motivation leidet.

Bei allem Lernen darf aber auch die Freizeit nicht zu kurz kommen. Pausen und Entspannung zwischendurch sind wichtig, um neue Energie zu sammeln und die Konzentration frisch zu bündeln.

Verbündete suchen

Für viele Schüler ist es eine zusätzliche Motivation, gemeinsam mit anderen zu lernen. Denn der Schüler fühlt sich auf diese Weise mit dem vielen Lernstoff nicht alleine und entwickelt gleichzeitig eine andere Lernroutine.

Außerdem ist es hilfreich, sich mit anderen Schülern auszutauschen und sich bei kniffligen Fragen gegenseitig zu helfen.

Dabei kann sich der Schüler mit Mitschülern zum Lernen treffen. Eine andere Möglichkeit ist, online eine Lerngruppe zu bilden. Allerdings ist das Lernen im Team nur ein ergänzender Baustein. Für nachhaltige Lernerfolge ist wichtig, dass der Schüler den Stoff für sich alleine wiederholt, damit er sich festigt und um eventuelle Lücken aufzuspüren.

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Bernhard Staube, - Inhaber Agentur für Schülerhilfe, Sabine Menkemann, - Lehrkraft Deutsch/ Mathe, Matthias Kurz, - Pädagoge berufsbildene Schule, Canel Gülcan, Studentin Lehramt Germanistik / Religion, sowie Christian Gülcan, Unternehmer/ Inhaber Medienagentur, Arbeitgeber, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bildung, Lernen, Schulen und Weiterbildung.

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