10 Tipps zum Auswendiglernen, Teil 2

10 Tipps zum Auswendiglernen, Teil 2

Es ist allgemein bekannt, dass es wenig bringt, Lernstoff einfach nur auswendig zu lernen. Entscheidend ist vielmehr, dass der Lernende die Inhalte versteht. So hilft es ihm zum Beispiel wenig, wenn er eine mathematische Formel zwar aufsagen, aber praktisch nicht anwenden kann. Trotzdem ist es manchmal eben unumgänglich, sich Daten, Fakten, Definitionen oder Formeln einzuprägen. Doch das kann mitunter ganz schön schwierig sein.

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10 Tipps zum Auswendiglernen, Teil 2

Um ein wenig Hilfestellung zu bieten, geben wir zehn Tipps zum Auswendiglernen. Hier ist Teil 2!:

Tipp Nr. 5: Die Inhalte laut aufsagen

Den Lernstoff aufzubereiten, gründlich zu lesen und gedanklich stetig zu wiederholen, ist eine gute Basis. Damit sich die Inhalte aber wirklich einprägen, hilft es, sie laut aufzusagen.

Durch das Aufschreiben und das leise Lesen ist sicherlich schon vieles hängengeblieben. Ist durch das Gehör dann ein weiterer Sinn am Lernen beteiligt, kann sich der Stoff noch besser verfestigen.

Ebenfalls eine gute Strategie ist, die Inhalte einem Dritten zu schildern. Das kann ein Familienmitglied, ein Bekannter oder sogar das Haustier sein. Es ist nicht entscheidend, ob das Gegenüber nachvollziehen kann, worum es geht und ob die Daten stimmen.

Was zählt, ist in erster Linie die mündliche Wiedergabe. Denn dadurch fasst der Lernende die Inhalte in eigenen Worten zusammen und setzt sie gewissermaßen praktisch um. Das wiederum unterstützt das Einprägen.

Tipp Nr. 6: Notizen in der Wohnung verteilen

Wenn sich der Lernende bestimmte Inhalte einfach nicht merken kann, sollte er sie auf Notizzettel schreiben und die Zettel anschließend in der ganzen Wohnung verteilen.

Am Kühlschrank, dem Spiegel im Flur, dem Kleiderschrank, dem Computerbildschirm und der Badezimmertür zum Beispiel können die Zettel platziert werden.

Durch das Verteilen konfrontiert sich der Lernende ständig mit dem Lernstoff. Die Folge davon ist, dass er die Inhalte passiv und unterbewusst weiterlernt.

Ein positiver Nebeneffekt ist, dass das Gehirn darauf trainiert wird, Informationen an verschiedenen Orten abzuspeichern und später auch wieder abzurufen. Der Lernende eignet sich die Inhalte also unabhängig von einem speziellen Platz wie etwa dem Schreibtisch an.

Stattdessen begegnet ihm eine Formel, Jahreszahl oder Vokabel an irgendeiner Stelle in der Wohnung und der Lernende kann sie in einem anderen Raum für sich wiederholen. Das macht es auch in einer Klassenarbeit oder Klausur einfacher, die Daten abzurufen.

Tipp Nr. 7: Eselsbrücken bauen

Reine Daten und Fakten auswendig zu lernen, fällt oft recht schwer. Denn das menschliche Gehirn ist eigentlich nicht darauf ausgelegt, sich bloße Informationen ohne weiteren Zusammenhang zu merken.

Stattdessen möchte es Verknüpfungen zu bereits vorhandenem Wissen schaffen. Für Abhilfe kann dann eine Eselsbrücke sorgen. Denn sie verbindet die Inhalte über einen Umweg mit anderen Informationen.

Für viele Daten und Formeln gibt es bereits Eselsbrücken und Merkhilfen. Der Lernende kann sich aber auch eigene Merksätze ausdenken. Dazu kann er zum Beispiel einen Satz bilden, dessen Wörter mit den Buchstaben des Lerninhalts beginnen.

Genauso kann er Reime suchen oder sich eine Geschichte ausdenken. Es spielt keine Rolle, ob die Eselsbrücke einen Sinn ergibt.

Ganz im Gegenteil prägen sich schräge und wirre Merksätze oft noch besser ein. Entscheidend ist letztlich nur, dass Lernende eine Merkhilfe für sich findet, mit der er etwas anfangen kann.

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Tipp Nr. 8: Vor dem Schlafengehen üben

Ausreichender Schlaf ist für die Gesundheit sehr wichtig. Sich vor Prüfungen die Nächte mit Lernen um die Ohren zu schlagen, ist keine gute Idee. Denn wenn Schlaf fehlt, ist der Lernende weniger aufnahmefähig, reizbarer und gestresster.

Gut hingegen ist, den Lernstoff vor dem Schlafengehen noch einmal zu wiederholen. Während des Schlafs ist das Gehirn nämlich aktiv und überträgt erworbenes Wissen ins Langzeitgedächtnis.

Liest der Lernende die Inhalte vor dem Einschlafen noch einmal oder sagt er sie auf, steigen deshalb die Chancen, dass sich die Informationen einprägen.

Tipp Nr. 9: Pausen machen

Für ein effektives Training brauchen Muskeln zwischendurch immer wieder Ruhephasen, in denen sie sich regenerieren können. Das gilt nicht nur für die Muskulatur in den Armen, den Beinen oder dem Bauch, sondern auch fürs Gehirn.

Wenn der Lernende pausenlos büffelt, schaltet das Gehirn irgendwann ab, weil es keine Informationen mehr aufnehmen kann. Die Lerneinheit wird so zur vergeudeten Zeit und ruft zusätzlich auch noch Stress und Frust hervor.

Wichtig ist deshalb, regelmäßig Pausen einzulegen und sich mit etwas anderem zu beschäftigen. Ob der Lernende spazieren geht, ein kurzes Nickerchen macht, etwas isst, Hausarbeit erledigt oder ein bisschen Musik hört, bleibt seinem Geschmack überlassen. Entscheidend ist, dass er sich ablenkt, damit sich der Lernstoff setzen kann.

Wie lang die Pausen sein sollten, ist individuell verschieden. Nach einer Stunde intensivem Lernen braucht der eine mindestens eine halbe Stunde Pause, während ein anderer schon nach 15 Minuten wieder konzentriert und leistungsfähig ist.

Hier muss der Lernende etwas ausprobieren und für sich seinen optimalen Rhythmus finden.

Tipp Nr. 10: Karteikarten verwenden

Karteikarten sind ein bewährter Klassiker beim Lernen und erweisen auch beim Auswendiglernen gute Dienste. Denn um die Karten zu erstellen, muss sich der Lernende mit den Inhalten befassen, die wesentlichen Informationen herausfiltern und die relevanten Angaben aufschreiben.

Üblicherweise steht dabei auf der Vorderseite eine Frage oder ein Stichwort und auf der Rückseite die Lösung dazu.

Schon beim Erstellen der Karten prägen sich erste Daten ein. Zum Üben geht der Lernende die Karten dann regelmäßig durch. Gleichzeitig kann er die Karten auf drei Stapeln ablegen.

Auf den ersten Stapel kommen die Karten, deren Inhalte sicher sitzen. Der zweite Stapel ist für noch wackelige Inhalte vorgesehen und der dritte Stapel enthält den Lernstoff, den der Lernende nicht beherrscht.

Das Ziel ist, dass irgendwann alle Karten auf dem ersten Stapel liegen.

Karteikarten haben den Vorteil, dass der Lernende sie mitnehmen und auch zwischendurch üben kann. Außerdem eignen sie sich gut, um sich von einer anderen Person abhören zu lassen.

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Bernhard Staube, - Inhaber Agentur für Schülerhilfe, Sabine Menkemann, - Lehrkraft Deutsch/ Mathe, Matthias Kurz, - Pädagoge berufsbildene Schule, Canel Gülcan, Studentin Lehramt Germanistik / Religion, sowie Christian Gülcan, Unternehmer/ Inhaber Medienagentur, Arbeitgeber, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bildung, Lernen, Schulen und Weiterbildung.

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