6 Tipps für eine gelungene Buchvorstellung

6 Tipps für eine gelungene Buchvorstellung

Vor allem im Deutschunterricht stehen immer mal wieder Buchvorstellungen auf dem Programm. Schließlich verbindet eine Buchvorstellung gleich mehrere Lerninhalte miteinander: Der Schüler liest ein Buch.

Buchvorstellung

Er konzentriert sich auf die Inhalte und filtert die wesentlichen Informationen heraus. Dadurch übt er gewissermaßen sowohl eine Zusammenfassung und eine Inhaltsangabe als auch ein bisschen von einer Interpretation.

Die Vorstellung wiederum hält der Schüler als Vortrag vor der Klasse. Damit sind durch die Buchvorstellung auch die Themen Referat und Rhetorik abgedeckt.

Bei Schülern löst eine Buchvorstellung hingegen nicht immer unbedingt Begeisterung aus. Schließlich ist nicht jeder eine Leseratte. Und vor Publikum zu sprechen – auch wenn es nur die Klassenkameraden sind – fällt vielen schwer. Aber ein Buch vorzustellen, ist halb so wild.

Hier sind sechs Tipps für eine gelungene Buchvorstellung!:

 

  1. Tipp: Das richtige Buch aussuchen.

Hat der Schüler ein echtes Lieblingsbuch, ist die Sache einfach. Gleiches gilt, wenn er kürzlich ein Buch gelesen hat, von dem er begeistert war und das er am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Letztlich ist das Ziel von einer Buchvorstellung nämlich, das Buch so unterhaltsam und spannend zu präsentieren, dass das Publikum das Buch danach auch lesen will. Und das klappt eben am besten, wenn der Schüler selbst von dem Buch begeistert und überzeugt ist.

Doch was tun, wenn der Schüler überhaupt nicht gerne liest? Oder wenn der Lehrer das Thema vorgegeben hat und der Schüler kein Buch aus diesem Genre kennt? In diesem Fall kann der Schüler im Internet recherchieren oder sich in seinem Bekanntenkreis umhören. Daneben kann er in einen Buchladen oder in die örtliche Bibliothek gehen. Die Mitarbeiter dort kennen sich mit Büchern sehr gut aus und haben sicherlich gute Tipps parat.

 

  1. Tipp: Die besten Textstellen finden.

Ist ein Buch für die Vorstellung gefunden, steht das Lesen auf dem Programm. Ob der Schüler das Buch schon gut kennt oder ob er sich zum ersten Mal damit beschäftigt, spielt keine Rolle. Denn für die Buchvorstellung muss der Schüler das Buch so oder so noch einmal komplett von vorne bis hinten durchlesen. Klar, dass beim Lesen der Fernseher, der Computer und das Smartphone Pause haben. Schließlich muss sich der Schüler auf seinen Lesestoff konzentrieren.

Beim Lesen sollte der Schüler auf Textstellen achten, die sich gut eignen, um sie der Klasse vorzulesen. Das können beispielsweise besonders spannende, sehr lustige oder ziemlich ereignisreiche Ausschnitte sein. Solche Stellen kann sich der Schüler mit kleinen Klebezettelchen oder Büroklammern markieren. Und beim Lesen kann er zunächst ruhig alle Passagen kennzeichnen, die ihm interessant erscheinen.

Anschließend trifft der Schüler eine Auswahl. Für seine Leseprobe sollte er eine bis drei markante Textstellen aussuchen. Die Ausschnitte sind perfekt, wenn sie dem Publikum einen guten Eindruck von der Geschichte und dem Schreibstil des Schriftstellers vermitteln, ohne dabei zu viel zu verraten.

 

  1. Tipp: Hintergrund-Infos sammeln.

Bei einer Buchvorstellung liest der Schüler zwar ein bisschen aus seinem Buch vor. Aber das Vorlesen ergänzt nur seine Ausführungen. Damit der Schüler seinem Publikum ein umfassendes Bild präsentieren kann, braucht er wissenswerte Hintergrund-Infos. Der Schüler sollte deshalb Fragen klären wie:

  • Wer hat das Buch geschrieben?
  • Wann und wo lebte der Autor?
  • Welche anderen Bücher hat der Autor geschrieben? Und wie passt das Buch in das Gesamtwerk?
  • Gab es wichtige Ereignisse im Leben des Schriftstellers, die die Geschichte beeinflusst haben?
  • Was macht den Stil des Schriftstellers aus? Was sind seine Markenzeichen?
  • Woran wird deutlich, aus welcher Zeit das Buch stammt und in welches Genre es gehört?

Solche Informationen sollte der Schüler einfließen lassen, wenn er über sein Buch erzählt.

  1. Tipp: Gründe finden, die für das Buch sprechen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei einer Buchvorstellung ist, dass der Schüler berichtet, warum er sich ausgerechnet für dieses Buch entschieden hat und was für dafür spricht, genau dieses Buch zu lesen.

  • Was macht die Geschichte aus?
  • Konnte der Schüler dem Verlauf gut folgen und sich in die Figuren hineinversetzen?
  • Hat er Ähnliches erlebt wie die Figuren? Oder ist er durch das Buch in andere Zeiten und neue Welten eingetaucht?
  • War der Schüler von Anfang an gefesselt? Oder war das Buch vielleicht erst einmal ziemlich langweilig und es hat eine Weile gedauert, bis sich der Schüler eingefunden hatte?

Der Schüler sollte erzählen, wie es ihm ging, als er das Buch gelesen hat. Am besten stellt er sich dabei vor, er würde das Buch einem guten Freund empfehlen und ihm erklären, warum dieser das Buch lesen sollte.

  1. Tipp: Die Geschichte zusammenfassen.

Natürlich ist eine Buchvorstellung immer auch eine Kurzzusammenfassung der Geschichte. Der Schüler sollte seinem Publikum deshalb kurz sagen,

  • wann und wo die Geschichte spielt,
  • worüber die Geschichte erzählt,
  • welche Figuren in der Geschichte vorkommen und was sie ausmacht.

Allerdings sollte der Schüler die Handlung nur grob skizzieren und nicht zu viele Details verraten. Denn niemand möchte ein Buch lesen, wenn er schon alle Geheimnisse kennt und weiß, wie die Geschichte ausgeht.

In seine Ausführungen streut der Schüler dann ein, zwei Textausschnitte als Leseproben ein. Doch bevor er mit dem Vorlesen beginnt, sollte er kurz erklären, an welcher Stelle in der Geschichte sein Ausschnitt einsteigt. Dazu kann er kurz skizzieren, was vorher geschehen ist. Diese Infos brauchen die Mitschüler, damit sie verstehen, worum es geht.

 

  1. Tipp: Die Buchvorstellung proben.

Wie bei jedem Referat sollte der Schüler seine Buchvorstellung mindestens einmal laut durchgesprochen haben. Dadurch wird er sich sicherer fühlen, wenn er seinen Vortrag dann vor der Klasse hält. Optimal ist, wenn er seine Buchvorstellung vor jemandem üben kann, der das Buch nicht kennt. Das können zum Beispiel die Eltern oder die Großeltern sein. Sie können dem Schüler sagen, ob seine Erklärungen nachvollziehbar sind oder ob noch wichtige Infos fehlen.

Außerdem sollte der Schüler nicht vergessen, das laute Vorlesen der Teststellen zu üben. Denn einen Text laut, flüssig und mit interessanten Betonungen vorzulesen, ist gar nicht so einfach. Gut ist, wenn sich der Schüler beim Vorlesen mit seinem Smartphone aufnimmt. So kann er prüfen, wie der vorgelesene Textausschnitt wirkt.

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Veröffentlicht von

Redaktion

Bernhard Staube, 48 Jahre, Inhaber Agentur für Schülerhilfe, Sabine Menkemann, 43 Jahre, Lehrkraft Deutsch/ Mathe, Matthias Kurz, 39 Jahre, Pädagoge berufsbildene Schule, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bildung, Lernen, Schulen und Weiterbildung.

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