Interaktive Lernprogramme

Interaktive Lernprogramme 

Ein interaktives Lernprogramm bezeichnet ein Lernprogramm, das dem Lernenden die Möglichkeit gibt, in den Verlauf des Lernprogramms aktiv einzugreifen. Dabei geht das Wort interaktiv auf das Lateinische inter agere zurück und bedeutet übersetzt etwa soviel wie wechselseitig oder aufeinander bezogen.

Die Software von interaktiven Lernprogrammen, die auf CDs oder online im Internet zur Verfügung steht, ist so gestaltet, das der Programmnutzer unterschiedliche Möglichkeiten hat, in das Programm einzugreifen und es zu steuern. Dies beinhaltet sowohl, dass der Lernende das Programm seinen Bedürfnissen anpassen kann, das heißt die Einstellungen betreffend der Auswahl und der Darstellung des Lehrstoffes, angepasst an sein Vorwissen, sein Lerntempo und seinen Interessenschwerpunkten individuell verändern kann.

Es beinhaltet jedoch auch, dass der Lernende aktiv am Programm beteiligt wird.

interaktive lernprogramme 

Durch die Aufforderung zu Kontrollübungen, das Bearbeiten von Aufgaben oder das Entwickeln eigener Konzepte wird der Lernende zur aktiven Teilnahme angeregt. Dabei unterscheidet man in Steuerungsinteraktionen und didaktische Interaktionen.

Steuerungsinteraktionen meinen die Eingriffe, die sich auf die Steuerung und den Verlauf des Programms selbst beziehen, didaktische Interaktionen, also Eingriffe in die Unterrichtslehre an sich, umfassen die Eingriffe, die zum Erreichen des selbst gesteckten Lernzieles führen sollen. Klarer Vorteil von interaktiven Lernprogrammen ist, dass so ein individuelles Lernen ermöglicht wird. Insbesondere in Lernprogrammen, die auf modernen Lerntheorien beruhen, spielt die Interaktivität eine große Rolle, denn die moderne Lernpsychologie und moderne Lerntheorien gehen davon aus, dass eigene Aktivität zu schnellerem, effektiverem und konstruktiverem Lernen führt.

Interaktive Lernprogramme werden zu nahezu allen Themenbereichen angeboten. Gerade bei sehr komplexen und schwierigen Themen bieten sie eine weitaus nützlichere Hilfestellung beim Erlernen als Lernprogramme, bei denen das Wissen nur durch reines Zuhören und passives Lernen vermittelt wird. Durch selbständiges Mitarbeiten wird nicht nur das Verständnis verbessert, sondern auch das Einprägen fällt weitaus leichter.

 

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