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10 Tipps für eine gute Prüfungsvorbereitung 

Sicherlich kann sich jeder schönere Beschäftigungen vorstellen, als am Schreibtisch zu sitzen und für eine Prüfung zu büffeln. Aber manchmal geht es eben nicht anders. Durch das Lernen eignet sich der Lernende das Wissen an, das er braucht, um die Prüfung überhaupt erfolgreich zu meistern und im Idealfall ganz gut abzuschneiden.

Zudem sorgt eine gute Vorbereitung für Sicherheit. Denn wenn der Lernende weiß, dass er gut vorbereitet ist und die Inhalte beherrscht, geht er viel ruhiger und gelassener in die Prüfungssituation. Nur: Wie kann sich der Lernende optimal auf eine Prüfung vorbereiten? Ein Patentrezept gibt es sicher nicht. Denn jeder lernt anders. Den einen oder anderen Ratschlag haben wir aber trotzdem.

Hier sind 10 Tipps für eine gute Prüfungsvorbereitung!

 

Tipp Nr. 1: Die W-Fragen klären.

Damit sich der Lernende optimal auf eine bevorstehende Prüfung vorbereiten kann, muss er für sich eine Lernstrategie entwickeln. Dabei wiederum ist sehr hilfreich, wenn er die sogenannten W-Fragen für sich beantwortet. Das bedeutet, der Lernende sollte klären,

·         WAS er lernen muss, damit er den Überblick über den Lernstoff nicht verliert,

·         WANN er die Inhalte lernen muss, damit der Zeitdruck nicht unnötig groß wird,

·         WIE er sich die Inhalte am besten und effektivsten einprägen kann, damit beim Lernen ein gezieltes Vorgehen möglich ist,

·         WO er gut lernen kann, um sich den Arbeitsplatz entsprechend einzurichten und eine angenehme Lernumgebung zu schaffen,

·         WARUM er lernt, damit sich er selbst immer wieder aufraffen und zum Lernen motivieren kann.

Sind diese Fragen geklärt, ist schon einmal eine gute Ausgangssituation geschaffen.

 

Tipp Nr. 2: Sich selbst motivieren.

Wirklich effektiv kann sich der Lernende nur dann Wissen aneignen, wenn ihm klar ist, wofür er das Ganze überhaupt macht. Natürlich gibt es Prüfungsthemen, die den Lernenden mehr interessieren und ihm besser liegen als andere. Entscheidend ist aber, dass der Lernende einen grundsätzlichen Sinn sieht. Dabei wiederum ist hilfreich, wenn sich der Lernende ein klares Ziel setzt und bewusst auf dieses Ziel hinarbeitet.

Dieses Ziel kann sehr unterschiedlich sein. So kann es einfach nur darin bestehen, die Prüfung erfolgreich über die Bühne zu bringen. Vielleicht setzt sich der Lernende aber auch eine bestimmte Note als Ziel. Oder er denkt sich Belohungen aus, beispielsweise dass er sich ein komplett lernfreies Wochenende gönnt oder sich etwas Schönes kauft, wenn er ein Etappenziel erreicht hat.

 

Tipp Nr. 3: Beim Lernen für Abwechslung sorgen.

Damit die Lernmotivation erhalten bleibt, sollte der Lernende für Abwechslung sorgen. Wenn er immer nur in exakt der gleichen Art und Weise lernt, stellt sich schnell Langeweile ein und es wird immer schwerer, sich an den Schreibtisch zu setzen. Dabei sollte die Abwechslung zum einen inhaltlich erfolgen. Der Lernende sollte also nicht eisern an einem Prüfungsthema arbeiten und erst danach zum nächsten Thema übergehen, sondern seinen Lernplan durchmischen.

Zum anderen sollte der Lernende beim Lernen selbst variieren. Dabei kann er beispielsweise mal zu Hause am Schreibtisch lernen, es sich mal auf dem Balkon gemütlich machen,  mal zum Lernen in ein Café oder eine Bibliothek gehen, sich die Inhalte mal beim Joggen über Kopfhörer anhören und sich mal mit Freunden zum gemeinsamen Lernen treffen. Letztlich ist nur wichtig, dass das Lernen nicht zur mühsamen Routine wird.

 

Tipp Nr. 4: Den Arbeitsplatz richtig einrichten.

Im Zuge der Prüfungsvorbereitung verbringt der Lernende viel Zeit an seinem Arbeitsplatz. Deshalb ist wichtig, dass er sich dort auch wohlfühlt. Ein bequemer Stuhl, genug Platz auf der Arbeitsfläche, ausreichend Licht und eine angenehme Temperatur mit genügend Frischluft sind grundlegende Voraussetzungen. Ansonsten sollte der Lernende seinen Arbeitsplatz aber nach seinen individuellen Bedürfnissen gestalten.

Experten empfehlen, dass der Lernende an einem möglichst ruhigen Ort lernen sollte, wo er nicht gestört oder abgelenkt wird. Zudem sollte der Arbeitsplatz aufgeräumt sein und auf dem Schreibtisch sollten sich nur die Dinge befinden, die der Lernende aktuell braucht. Allerdings ist ein solcher Arbeitsplatz nicht für jeden optimal. Vielleicht lernt der Lernende besser, wenn im Hintergrund leise Musik läuft.

Vielleicht tut es ihm gerade gut, wenn er zwischendurch aufsteht, um ein Buch oder einen Stift zu holen. Vielleicht hilft es dem Lernenden bei seiner Konzentration, wenn er einen Gegenstand in die Hand nehmen und damit spielen oder auf ein Foto schauen kann. Der Lernende muss also für sich selbst herausfinden, welche Lernumgebung für ihn ideal ist. Was aber auf jeden Fall auf dem Schreibtisch stehen sollte, ist etwas zu trinken, Denn regelmäßiges Trinken senkt den Stresspegel und fördert die Leistungsfähigkeit.

 

Tipp Nr. 5: Prioritäten setzen.

Bei einer größeren Prüfung ist der Berg an Lernstoff oft ziemlich groß. Damit der Überblick nicht verloren geht und sich der Lernende nicht in Details verliert, sollte er Prioritäten setzen. Er sollte den Lernstoff in einzelne Kapitel aufteilen und auf Basis dieser Kapitel Tages- oder Wochenpläne erstellen. Zum einen behält er dadurch die Übersicht, was er bis wann gelernt haben sollte. Zum anderen kann er jederzeit kontrollieren, wie weit er ist und ob alles nach Plan läuft oder ob er das Tempo doch ein wenig anziehen muss.

Prioritäten zu setzen, kann natürlich bedeuten, dass der Lernende nicht alle Einzelheiten eines Themas lernt. Allerdings ist das meist nicht weiter schlimm. Denn wenn der Lernende das Thema als solches draufhat, kann er sich Einzelheiten aus dem Zusammenhang erschließen. Schlimmer wäre, wenn sich der Lernende auf ein oder zwei Prüfungsthemen konzentriert und diese bis ins kleinste Detail lernt, in der Prüfung dann aber ausgerechnet diese Themen nicht drankommen.

 

Tipp Nr. 6: Den eigenen Lernrhythmus beachten.

Jeder Mensch hat Zeiten, in denen er besonders aufnahme- und leistungsfähig ist, und Zeiten, in denen er sich nur schlecht konzentrieren kann. Deshalb macht es wenig Sinn, pauschal irgendwelche Lernzeiten festzulegen. Stattdessen sollte der Lernende für sich herausfinden, wann er am besten lernt.

Diese Zeiten sollte er dann für seine Lerneinheiten einplanen. Ob das morgens, mittags oder abends ist, spielt dabei keine Rolle. Lernt der Lernende in seinem Rhythmus, lernt er wesentlich effektiver, besser und schneller. Zwingt er sich hingegen, zu Zeiten zu lernen, die seinem Lernrhythmus eigentlich widersprechen, macht er es sich nur unnötig schwer.

 

Tipp Nr. 7: Genug Pausen einplanen.

Niemand kann sich mehrere Stunden am Stück voll konzentrieren. Irgendwann sind die Akkus einfach leer. Außerdem braucht das Gehirn zwischendurch Pausen, damit es die Inhalte aufnehmen, verarbeiten und abspeichern kann. Als grobe Faustregel gilt deshalb, dass der Lernende seinen Lernplan so aufstellen sollte, dass er nur etwa 60 Prozent der Zeit für aktives Lernen einkalkuliert.

Die übrigen 40 Prozent sollte er sich für Lernpausen und als Puffer reservieren. Was die Pausen angeht, so gilt, dass der Lernende alle 30 Minuten etwa fünf Minuten Pause machen sollte. Die Puffer sind wichtig, damit kein Zeitdruck aufkommt, falls der Lernende an einem Tag sein Lernpensum mal nicht schafft oder falls etwas dazwischenkommt.

 

Tipp Nr. 8: Mit der BASIS-Methode lesen.

Im Zuge der Prüfungsvorbereitung muss sich der Lernende durch viele Texte arbeiten. Eine gute und effektive Methode, um den Berg an Lernstoff zu bewältigen, ist die BASIS-Methode. Sie geht so: Der Lernende wählt einen Text aus. Diesen Text

  • ·         blättert er zunächst durch, um sich einen Überblick zu verschaffen,
  • ·         ermittelt dann die entscheidenden Abschnitte in dem Text,
  • ·         sucht anschließend die Schlüsselwörter heraus,
  • ·         liest die Abschnitte danach noch einmal intensiv durch und
  • ·         stellt sich schließlich Fragen, um das Gelernte zu speichern.

 

Tipp Nr. 9: Verbindungen schaffen.

Reines Auswendiglernen macht nur bei einfachen Daten wie Vokabeln, Formeln oder Regeln, die für sich stehen, Sinn. Ansonsten ist wichtig, dass der Lernstoff verstanden wird. Denn andernfalls kann er später nicht angewendet werden. Um den Lernstoff zu verarbeiten und zu verinnerlichen, sollte der Lernende versuchen, Verknüpfungen herzustellen.

Dazu kann er sich beispielsweise Eselsbrücken ausdenken oder eigene Beispiele finden. Diese müssen nicht unbedingt Sinn ergeben oder für andere nachvollziehbar sein. Entscheidend ist vielmehr, dass der Lernende für sich Inhalte oder Anhaltspunkte findet, die er sofort mit dem Gelernten in Verbindung bringt.

 

Tipp Nr. 10: Die Inhalte regelmäßig wiederholen.

Damit das Gelernte dauerhaft im Gehirn verankert bleibt, müssen die Inhalte regelmäßig wiederholt werden. Deshalb sollte der Lernende immer wieder auch Lerneinheiten einplanen, bei denen er sich kein neues Wissen aneignet, sondern die schon durchgearbeiteten Inhalte wiederholt.

Außerdem sollte er verschiedene Wiederholungstechniken anwenden. Dabei kann er die Inhalte beispielsweise mal aufsagen, mal umformulieren, sich mal Details zu einem Schlüsselwort überlegen und sich mal abfragen lassen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der Lernende den Stoff flexibel abrufen kann, was ihm wiederum auch in der Prüfungssituation sehr zugutekommen wird.

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