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Bessere Leistungen in Mathe – 5 Tipps 

Wenn Schüler nach ihrem Lieblingsfach gefragt werden, wird Mathe eher selten genannt. Die Abneigung gegen das Rechnen in seinen verschiedenen Formen zeigt sich dann nicht selten auch in durchwachsenen Schulnoten. Doch Mathe ist nun mal ein wichtiges Hauptfach.

Hier sind fünf Tipps, die zu besseren Leistungen in Mathe verhelfen können! 

Vielen Schülern fällt es schwer, mit Zahlen, Formeln und den verschiedenen Rechenarten zu hantieren. Das Problem ist aber oft gar nicht das Rechnen als solches. Stattdessen können viele Schüler nicht nachvollziehen, wozu sie die vielen verschiedenen Matheinhalte überhaupt brauchen. Sie erkennen nicht, wofür Algebra, Geometrie & Co. gut sein sollen.

Sie können keinen Bezug zum Alltag herstellen, die Lebensnähe fehlt. Und die Eltern sind an diesem Punkt oft keine guten Vorbilder. Denn mal ehrlich: Wer rechnet heute, im Alltag, noch im Kopf? Wenn Rechnungen bezahlt werden müssen, der Kontostand kontrolliert wird oder die Summe beim Einkaufen mitgerechnet wird, wird meistens der Taschenrechner gezückt oder der Kalkulator im Smartphone aktiviert. Und den Rest erledigt der Computer.

Viele Kinder nehmen dadurch nicht wahr, wie viel Raum das Rechnen tatsächlich einnimmt, weil sie es in ihrem Alltag kaum noch erleben. Um Kindern den Zugang zu Mathe zu erleichtern, ist also wichtig, einen Bezug zwischen der grauen Theorie und dem echten Leben herzustellen. Natürlich wird dadurch nicht jedes Kind zum Mathegenie und Mathe wird auch nicht unbedingt zum Lieblingsfach. Aber wenn Kinder verstehen, dass und wofür sie Mathe brauchen, verlieren die Zahlen und Formeln ihren Schrecken und das Rechnen bekommt einen Sinn. Im Ergebnis verbessern sich dann auch die Leistungen im Schulfach Mathe. Aber wie können Eltern das erreichen?

Hier sind fünf Tipps!

 

Tipp Nr. 1: Mathe bewusst in den Alltag einbinden.

Damit das Kind sieht und versteht, wie wichtig das Rechnen im alltäglichen Leben ist, muss es Mathe immer wieder selbst erleben. Gleichzeitig sollten sich auch die Eltern bewusst machen, dass sie eigentlich ständig rechnen. Aus typischen Alltagssituationen heraus lassen sich dann die verschiedensten Matheaufgaben entwickeln.

Dabei geht es nicht darum, sich besonders schwierige Aufgaben auszudenken oder komplexe Rechenwege aufzuzeigen. Es geht vielmehr darum, zu verdeutlichen, dass das alltägliche Leben ohne Mathe nicht funktionieren würde. Rechenaufgaben, die nebenbei eingebunden werden können, wären beispielsweise:

·         Das Kind hat um 15 Uhr einen Termin beim Zahnarzt. Um wie viel Uhr müssen die Eltern losfahren, wenn die Fahrt zum Zahnarzt 25 Minuten dauert?

·         Die Turnschuhe, die sich das Kind gerne kaufen möchte, kosten 99 Euro. Zum Geburtstag hat es 75 Euro bekommen. Wie lange muss das Kind noch sparen, wenn es im Monat 10 Euro Taschengeld bekommt?

·         Die Familie fährt am 15. Juli in den Urlaub. Wie viele Wochen sind es noch bis zur Abreise?

·         Der Tank im Auto ist halbvoll. Wie viele Liter Benzin sind im Tank? Und wie weit kommt das Auto damit?

·         In einer Packung sind 24 Kekse. Wie viele Kekse kann jedes Familienmitglied essen, damit der Inhalt gerecht aufgeteilt ist?

 

 

Tipp Nr. 2: Abstrakte Matheaufgaben greifbar machen.

Matheaufgaben sind mitunter recht abstrakt und dadurch schwer nachzuvollziehen. Damit das Kind die Aufgaben verstehen und sich etwas unter den Zahlen vorstellen kann, ist es hilfreich, konkrete Beispiele zu finden. Muss beispielsweise ausgerechnet werden, wie viel Flüssigkeit notwendig ist, um 643 ml auf einen ganzen Liter aufzufüllen, wird die Aufgabe verständlicher, wenn das Kind mit Wasser und einem Messbecher experimentieren kann.

Geht es darum, ein Ganzes in Achtel aufzuteilen oder ein Fünftel davon abzuziehen, kann diese Aufgabe beim nächsten Pizzaessen greifbar gemacht werden. Lautet die Aufgabe, 12 Zentimeter in Millimeter umzurechnen, kann das Kind ein Lineal verwenden, um das Längenmaß sichtbar zu machen.

 

Tipp Nr. 3: Das Kind eigene Lösungswege finden lassen.

Um eine Matheaufgabe zu lösen, kommen oft mehrere Lösungswege in Frage. Die Eltern sollten ihr Kind zum einen dazu ermutigen, einen eigenen Lösungsweg zu finden. Dabei sollten sie es auch ruhig dem Kind überlassen, wie es sich der Lösung nähert. Möglich hier ist beispielsweise, dass das Kind eine Zeichnung erstellt, sich an ähnlichen Aufgaben orientiert, in einem Mathebuch nachschaut oder einen Haushaltsgegenstand zu Hilfe nimmt. Zum anderen sollten die Eltern das Kind auffordern, eine Aufgabe auf verschiedene Arten auszurechnen.

Die Idee dahinter ist, die Aufmerksamkeit nicht auf das Ergebnis zu lenken, sondern den Schwerpunkt auf den Lösungsweg zu legen. Denn entscheidend ist, dass das Kind lernt, die Aufgaben zu lösen. Bei Mathe bringt es wenig, Formeln auswendig zu lernen. Was zählt, ist, die Formeln anwenden zu können.

 

Tipp Nr. 4: Das Kind bitten, seinen Lösungsweg zu erklären.

Hat das Kind eine Rechenaufgabe gelöst, sollten die Eltern es darum bitten, zu erklären, wie es auf den Lösungsweg gekommen ist und warum es so gerechnet hat. Dabei können die Eltern ruhig auch Fragen stellen, die das Kind ein wenig verunsichern. Denn auf diese Weise lernt es, seine Vorgehensweise zu begründen.

Sollte das Kind einen falschen Weg gewählt oder zwischendrin einen Rechenfehler gemacht haben, können die Eltern durch die Erklärung außerdem die Gedankengänge des Kindes nachvollziehen. Dadurch wiederum können sie erkennen, wo der Denkfehler liegt, und ihn entsprechend richtigstellen.

 

Tipp Nr. 5: Das Kind ausprobieren lassen.   

Wenn sich das Kind mit einer Matheaufgabe beschäftigt, sollten sich die Eltern zurückhalten. Natürlich können und sollten sie mit kleinen Tipps weiterhelfen, wenn das Kind feststeckt. Insgesamt sollten sie dem Kind aber die Möglichkeit geben, selbst Lösungswege zu finden.

Wenn die Eltern dem Kind den Lösungsweg jedes Mal vorgeben, wird das Kind zwar lernen, diese Rechenart anzuwenden. Der Lerneffekt ist aber deutlich größer, wenn das Kind selbst herausfinden muss, welche Rechenart oder Formel es überhaupt anwenden muss. Auch hier gilt dann wieder, dass nicht das Ergebnis, sondern der Weg dorthin entscheidend ist.

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