2 einfache, aber effektive Lernspiele

2 einfache, aber effektive Lernspiele

Mitunter ist es schon schwierig genug, Kinder überhaupt dazu zu bewegen, die Hausaufgaben zu machen, für eine Klassenarbeit zu üben oder allgemein für die Schule zu lernen. Und dann passiert oft, dass die Kids zwar über den Büchern sitzen und angestrengt büffeln, der Stoff aber einfach nicht in den Kopf will. Kein Wunder, wenn die Stimmung allmählich kippt und die Schulsachen irgendwann genervt in der Ecke landen.

Anzeige

2 einfache, aber effektive Lernspiele

Doch solche Situationen müssen nicht sein! Um Lernfrust zu vermeiden und die Motivation wieder anzukurbeln, kann es sehr hilfreich sein, das Lernen einmal ganz anders anzugehen. Ein Instrument, das für unterhaltsame Abwechslung sorgt, sind Lernspiele. Sie erhöhen nicht nur den Spaßfaktor, sondern können auch den Lernerfolg nachhaltig steigern.

Zwei einfache, aber effektive Lernspiele stellen wir in diesem Beitrag vor!:

Eine positive Lernumgebung ist wichtig

Für ein wirkungsvolles Lernen, das zu echten Erfolgen führt, Freude bereitet und vor allem nicht zum Streitfaktor zwischen Kind und Eltern verkommt, ist ein positives Lernklima wichtig. Die Hirnforschung weiß, dass positive Gefühle und eine angenehme Umgebung die Lernfortschritte deutlich erhöhen.

Die Basis dafür schaffen ein paar grundsätzliche Tipps:

  • Nirgends steht geschrieben, dass immer nur am Schreibtisch gelernt werden muss. Abwechslung bei den Lernorten lockert die Atmosphäre auf. Ob im Garten, während einer Autofahrt oder in der Badewanne, Möglichkeiten für kleine Lerneinheiten finden sich immer und überall.

  • Die Eltern sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn sie selbst Hausaufgaben öde finden oder schlecht gelaunt aufs Lernen pochen, überträgt sich diese Stimmung auf das Kind.

  • Auch kleine Fortschritte sind ein Lob wert. Anerkennung für selbst gefundene Lösungswege fördert das Selbstvertrauen und die Motivation.

  • Fehler passieren. Das ist normal und gehört dazu. Wenn die Eltern schimpfen, macht das Kind irgendwann dicht, weil es Angst hat, wieder Fehler zu machen.

  • Jeder Mensch hat ein eigenes Lerntempo. Die Eltern sollten darauf Rücksicht nehmen und ihr Kind weder überfordern noch ausbremsen.

  • Hausaufgaben sind Aufgabe der Kinder. Deshalb sollten sich die Eltern zurückhalten und nicht ständig kontrollieren, sondern ihr Kind einfach machen lassen. Kleine Denkanstöße, kurze Erklärungen oder gezielte Fragen reichen aus, um das Kind auf die richtige Spur zu bringen.

2 einfache und gleichzeitig effektive Lernspiele

Es gibt verschiedene Lerntypen. Der eine lernt durch Zuhören am besten, der andere durch Lesen und Aufschreiben und wieder ein anderer durch Ausprobieren. Verschiedene Lernmethoden miteinander zu mischen, verhindert Langeweile und erhöht den Spaßfaktor. Außerdem muss das Lernen und Üben keineswegs immer nur eine ernste Angelegenheit in steifer Atmosphäre sein.

Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass sich Wissen besser einprägt und leichter abgerufen werden kann, wenn es auf verschiedene Arten miteinander verknüpft und mit positiven Emotionen behaftet ist. Anders ausgedrückt heißt das, dass Lernen umso erfolgreicher ist, je mehr Spaß es macht.

An dieser Stelle schlägt die Stunde der Lernspiele. Sie eröffnen noch einmal einen ganz neuen Zugang zum Lernstoff.

Anzeige

Zwei Spiele, die sich ganz einfach umsetzen lassen, stellen wir als Anregung vor:

  1. Papierflieger

Mit Papierfliegern können Rechenaufgaben, Vokabeln, Formeln und Wissensfragen aus den verschiedensten Schulfächern geübt werden. Das Spiel eignet sich ab der ersten Klasse und als Materialien werden nur ein paar Blätter und ein Stift benötigt.

Als Vorbereitung werden aus dem Papier Flieger gefaltet. Wer nicht mehr genau weiß, wie es geht, findet online etliche Faltanleitungen. Anschließend werden die Papierflieger beschriftet.

Dazu auf die Flügel je nach Lerninhalt Aufgaben, Fragen oder Begriffe schreiben. Ob jeweils nur eine oder mehrere Aufgaben auf einen Flieger kommen, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen.

Das Kind kann beim Basteln natürlich mithelfen. Durch die Beschäftigung mit dem Stoff setzt bereits ein erster Lerneffekt ein.

Sind genug Papierflieger vorhanden, kann es losgehen. Das Kind und ein Elternteil stellen sich im Flur oder in einem anderen Raum mit etwas Abstand zueinander auf. Dann nimmt das Elternteil einen Papierflieger und lässt ihn zum Kind fliegen.

Das Kind fängt das Flugzeug und löst die darauf vermerkte Aufgabe. War die Lösung richtig, bleibt der Flieger am Boden. Bei einer falschen Lösung kehrt der Flieger zum Elternteil zurück und startet später erneut.

Sind alle Papierflieger beim Kind gelandet, ist das Spiel vorbei. Die Flieger können aufgehoben und immer wieder durch neue Flieger ergänzt werden. Auf diese Weise lassen sich neue Inhalte üben und alter Stoff wiederholen.

  1. Lachende Gesichter

Ähnlich wie Karteikarten und die Papierflieger eignen sich auch die lachenden Gesichter für die verschiedensten Lerninhalte. Für das Lernspiel werden Bastelkarton, ein Stift, die Schere und ein Glas oder ein anderer runder Gegenstand als Schablone benötigt.

Nun zuerst mithilfe der Schablone Kreise auf den Karton zeichnen und ausschneiden. Anschließend auf eine Seite der Kreise lustige Gesichter malen. Dann die Kreise jeweils in der Mitte in zwei Hälften schneiden.

Auf die Rückseite der Kreise kommen die Aufgaben. Dabei steht die Frage, die Vokabel oder der Begriff auf einer Hälfte und die Antwort oder Lösung auf der anderen Hälfte des jeweiligen Kreises.

Für das Lernspiel werden alle Halbkreise gut durchgemischt und so auf dem Tisch verteilt, dass die Rückseiten mit den Aufgaben und Lösungen oben liegen. Nun wählt das Kind einen Halbkreis aus und sucht die andere Hälfte davon. Um zu kontrollieren, ob die Lösung stimmt, dreht das Kind den Kreis um.

Passt das Gesicht zusammen, kann der Kreis aus dem Spiel genommen werden. Wenn nicht, sucht das Kind erneut nach der richtigen Lösung. Sind alle Gesichter zusammengesetzt, ist das Spiel beendet.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: 2 einfache, aber effektive Lernspiele

Anzeige
Redaktion
Twitter

Veröffentlicht von

Redaktion

Bernhard Staube, 48 Jahre, Inhaber Agentur für Schülerhilfe, Sabine Menkemann, 43 Jahre, Lehrkraft Deutsch/ Mathe, Matthias Kurz, 39 Jahre, Pädagoge berufsbildene Schule, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bildung, Lernen, Schulen und Weiterbildung.

Kommentar verfassen