Tipps und Tricks zum Umgang mit Kritik

Die besten Tipps und Tricks zum Umgang mit Kritik 

Natürlich hört jeder lieber Lob als Kritik. Dieses Verhaltensmuster haben wir uns aus frühen Kindertagen bewahrt, als wir uns über anerkennende Worte von Eltern und Lehrern freuten, aber auch wussten, dass Ärger drohte, wenn diese einen schärferen Ton anschlugen.

Wer kritisiert wird, neigt dazu, sich angegriffen zu fühlen und zeigt dann üblicherweise zwei typische Reaktionen. Entweder er zieht sich beleidigt zurück oder er holt zu einem Gegenschlag aus. Beide Reaktionen sind aber nicht immer klug.

Schon Publius Cornelius Tacitus, ein Historiker aus dem alten Rom, stellte fest, dass sich derjenige, der sich über Kritik ärgert, damit zugibt, dass die Kritik offensichtlich nicht unbegründet war.

 

 

Nun stellt sich natürlich die Frage, welche Reaktion auf Kritik am sinnvollsten und vorteilhaftesten ist und wann es tatsächlich gut ist, mit einem Gegenangriff zu kontern.

 

Hier die besten Tipps und Tricks zum Umgang mit Kritik auf einen Blick:

 

Kritik als Angebot verstehen

Es ist nicht schwer, Kritik als negative Reaktion oder gar als Angriff aufzufassen. Schwerer, wenngleich auch deutlich schlauer ist es jedoch, Kritik als Angebot zu verstehen.

Wird Kritik als Feedback verstanden, das die Möglichkeit eröffnet, ein Verhalten oder eine Leistung zu überprüfen, können sich gänzlich neue Sichtweisen ergeben. Von diesen neuen Sichtweisen können dann beide Seiten profitieren.

Grundsätzlich sollte Kritik dabei aber tatsächlich ein Angebot bleiben. Das bedeutet, unberechtigte Kritik kann genauso gut auch zurückgewiesen werden, dann allerdings nicht durch einen reflexartigen Gegenschlag, sondern klug und besonnen. 

 

Kritik richtig verstehen

Bei Kritik kommen meist zwei Aspekte zusammen, nämlich zum einen ein Gefühl und zum anderen der Inhalt. Eine angemessene Reaktion auf Kritik setzt allerdings voraus, dass der Kritisierte versteht, worum es überhaupt geht.

Sagt ein Kind beispielsweise zu seinem Bruder oder zu seiner Schwester: ”Immer muss ich den Müll raus bringen.”, kann es damit unterschiedliche Punkte kritisieren. So könnte die Kritik eine Aufforderung sein, dass sich sein Bruder oder seine Schwester auch mal an der Hausarbeit beteiligen könnte. Genauso kann die Kritik aber aufzeigen, dass sich das Kind ungerecht behandelt fühlt und der Meinung ist, die Aufgaben wären nicht fair verteilt.

Schließlich kann sich die Kritik aber auch gar nicht gegen den Bruder oder die Schwester, sondern vielmehr gegen die Eltern richten, die ein Kind stärker einbinden als das andere. An diesem Beispiel wird klar, dass Kritik nur dann richtig aufgefasst und verwertet werden kann, wenn sie richtig verstanden wird. Insofern sollte der Kritisierte nachfragen und richtig zuhören, denn dadurch zeigt er, dass er seinen Gesprächspartner ernst nimmt.

Zudem kann er auf diese Weise einen Großteil der Emotionen abmildern und die Basis für ein konstruktives Gespräch schaffen.   

 

Kritik konkretisieren

Die Gefühlsseite trägt dazu bei, dass Kritik häufig recht allgemein und schwammig ausgedrückt wird. Typische Wörter, die im Eifer des Gefechts fallen, sind dann beispielsweise nie oder immer, also beispielsweise „Immer muss ich deine Arbeit mitmachen“ oder „Du beteiligst dich ja nie an irgendwas“.

Eine souveräne Reaktion auf eine solche Kritik besteht darin, nach konkreten Beispielen zu fragen. Ein vorwurfsvoller Unterton ist dabei zwar nicht angemessen, aber der Kritisierte kann um konkrete Beispiele bitten.

Dadurch wird dem Kritiker oft schnell bewusst, dass er vielleicht ein bisschen zu weit ausgeholt hat. Ratsam ist außerdem, mit offenen Fragen zu reagieren, also beispielsweise zu fragen, wann sich der Kritisierte nicht beteiligt hat.

Ja-und-Nein-Fragen sind deshalb weniger geschickt, weil sie verhindern, dass ein Gespräch zustande kommt.   

 

Kritik in die Zukunft lenken

Kritik bezieht sich in aller Regel auf die Vergangenheit, zeigt also auf, was der Kritisierte falsch oder weniger gut gemacht hat. Der Kritisierte sollte jedoch den Blick nach vorne richten und den Kritiker fragen, wie es in Zukunft denn anders laufen könnte.

Der Kritiker fühlt sich dadurch ernst genommen und ein konstruktives Gespräch kann sich entwickeln. 

 

Kritik einfordern

Vor allem in der Schule und in der Berufswelt kann es sinnvoll sein, aktiv um ein Feedback zu bitten. Gibt es Punkte, die den Lehrer oder den Chef stören, kann er diese äußern.

Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich viele kleine Negativpunkte anhäufen und es dann früher oder später zum großen Knall kommt, der den Kritisierten scheinbar wie aus heiterem Himmel trifft. 

 

 

Kritik abweisen

Natürlich ist Kritik nicht immer berechtigt. In diesem Fall kann der Kritisierte die Kritik selbstverständlich zurückweisen, sollte sich aber bemühen, fair zu bleiben und seine Ansicht zu begründen.

Kann der Kritisierte Gegenargumente liefern und diese sogar mit konkreten Beispielen belegen, nimmt er dem Kritiker den Wind aus den Segeln und kann die Grundlage für eine Lösung schaffen, mit der beide Seiten gut leben können. 

 

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